Sonntag, 9. Mai 2010

REPULICA, LERNMATERIALIEN UND KOCHBUCH


Am Samstag waren ungefähr dreißig Menschen oben auf der Baustelle am Graben, Hacken und Schaufeln. Und mit vereinten Kräften und mit Hilfe von Schubkarren, Eimern und Plastiksäcken wurde der Sandhügel vor der Schule um gewaltige Sandmengen gemindert. Neben uns Gringos und den Lehrern waren nicht nur viele Mütter, Väter, Schwestern und Brüder der Schulkinder gekommen, auch die Presse war zugegen.

In der Schule sind wir seit einiger Zeit damit beschäftigt neue Lern-Materialien herzustellen und gemeinsam mit Wilson und Valerio einzuführen.In der letzten Woche wurde außerdem ein Justizkomitee gebildet. Einmal in der Woche treffen sich zur Zeit 8 Kinder in der sogenannten Ronda, um gemeinsam Konflikte zu lösen. Rondas sind selbstorganisierte Bürgergruppen, die eingerichtet wurden als eine Form ziviler Streitschlichtung .

Niko, der seit einiger Zeit hier mithilft, erstellt gerade ein Kochbuch mit den Müttern der Schule. Manchmal dürfen wir mitgehen, wenn er die Speisen probiert und Fotos macht. So bekommen wir spannende Einblicke in die peruanischen Küchen, wo meist ziemlich besondere Kost serviert wird.










Vor einigen Tagen ist auch Paco hier angekommen. Da es noch eine Weile dauern wird, bis es mit neuem Geld und Materialien auf dem Bau weiter geht, hat er sich erst einmal dran gemacht einen Solarkocher zu bauen. Außerdem plant er für das neue Schulgebäude ein erstes Kompost-WC, das wir vielleicht noch in diesem Monat aus Lehmziegeln bauen werden.










Finn und Noah sind seit letzter Woche damit beschäftigt auf dem neuen Schulgelände einen Kompost zu bauen, der hoffentlich in dieser Woche noch fertig wird.


Jonas con barba

Donnerstag, 6. Mai 2010

NEUES VON JHENIFER


Unsere neue Schulpraktikantin und angehende Lehrerin Jhenifer ist nun schon seit über 2 Monaten in Deutschland und besucht die freie Schule Kapriole um zu hospitieren und sich ein Bild davon zu machen wie eine demokratische Schule funktioniert.
Schon an ihrem ersten Tag an der Kapriole wurde sie voll in den Schulalltag eingespannt und das noch immer, weshalb sie wenig Zeit findet dem Blog regelmäßig von ihren Erlebnissen zu berichten.
Jhenifer versteht sich blendend mit den Kindern an der Kapriole und hat schon so manchen kleinen Verehrer gefunden der ihr auf Schritt und Tritt folgt.
Trotz anfänglicher Verständigungsprobleme kann sie sich mittlerweile sehr gut mit den Schülern verständigen und mit einigen sogar ihr großes Hobby, das tanzen ausüben.
Morgen wird ihr zu ehren ein kleines Tanzfest in der Kapriole veranstaltet um uns Deutschen die Tanzkultur Peru's ein wenig näher zu bringen.
Mitte Juni wird sie wieder zurückkehren zur escuela democratica.
Doch bis dahin wird sie sicher die Zeit gefunden haben ein bis zwei Nachrichten für den Blog zu verfassen die wir dann natürlich direkt ins deutsche übersetzen werden.

Hier schon mal ein paar Fotos ihres bisherigen Aufenthaltes...
 Max








Freitag, 30. April 2010

DRITTE WOCHE IN PERU

Hey, die dritte Gruppe ist in Peru gut angekommen und es ist hier sehr toll. Wir hatten einen schönen Empfang von den Kindern und Eltern, allen geht's gut. Wir fingen gleich in der ersten Woche an mit den Kindern zu arbeiten. Die Kinder sind sehr kreativ, es wird viel gebastelt, ein paar Kinder machen ihre erste Schreibversuche, andere haben Begrüßungsplakate geschrieben oder schreiben Briefe nach Deutschland und haben sehr viel Spaß daran und die meisten Kinder können sogar einige Wörter Englisch.
Eine kleine Gruppe von uns war auch schon auf der Baustelle um zu schauen was es zu tun gibt. Leider gibt es eine schlechte Nachricht: das Windrad, das für die Schule gebaut wurde, hat dem Wind leider nicht stand halten können und es ist umgefallen ! Aber das Gute an der Sache ist, dass es jetzt passiert ist und nicht, wenn die Schule fertig ist, denn dann ständen die Schule und die Kinder ohne Strom da und das wäre ganz schön doof. Jetzt ist es in Trujillo zur Reparatur und wird hoffentlich Ende April wieder stehen.
Wir haben in dieser Woche damit angefangen, einen Graben um das Gebäude zu ziehen, damit das viele Regenwasser ablaufen kann und das Fundament nicht beschädigt wird.
Trotz beschwerlichem Auf- und Abstieg - jeweils eine Stunde Fußweg, am Mittag sogar in der prallen Sonne - kommen wir mir der Arbeit gut voran.

Ende der Woche sind wir mit einem Bus nach Yanasara zu heißen Quellen gefahren. Auf der Fahrt dorthin sind wir mit unserem Minibus in einem kleinen Fluss stecken geblieben. Erst nach zwei Stunden schafften wir es mit vielen Helfern und mit Schieben, Hebeln und Ziehen wieder weiter zu fahren.

Wir freuen uns auf die nächste Woche !

Viele Grüße
Finn, Eva, Jonas, Noah und Jonas

DRITTE GRUPPE AUS DER KAPRIOLE

Bilder kommen noch

Hey, die dritte Gruppe ist in Peru gut angekommen und es ist hier sehr toll. Wir hatten einen schönen Empfang von den Kindern und Eltern, allen geht's gut. Wir fingen gleich in der ersten Woche an mit den Kindern zu arbeiten. Die Kinder sind sehr kreativ, es wird viel gebastelt, ein paar Kinder machen ihre erste Schreibversuche, andere haben Begrüßungsplakate geschrieben oder schreiben Briefe nach Deutschland und haben sehr viel Spaß daran und die meisten Kinder können sogar einige Wörter Englisch.

Eine kleine Gruppe von uns war auch schon auf der Baustelle um zu schauen was es zu tun gibt. Leider gibt es eine schlechte Nachricht: das Windrad, das für die Schule gebaut wurde, hat dem Wind leider nicht stand halten können und es ist umgefallen! Aber das Gute an der Sache ist, dass es jetzt passiert ist und nicht, wenn die Schule fertig ist, denn dann ständen die Schule und die Kinder ohne Strom da und das wäre ganz schön doof. Jetzt ist es in Trujillo zur Reparatur und wird hoffentlich Ende April wieder stehen.

Wir haben in dieser Woche damit angefangen, einen Graben um das Gebäude zu ziehen, damit das viele Regenwasser ablaufen kann und das Fundament nicht beschädigt wird.

Trotz beschwerlichem Auf- und Abstieg - jeweils eine Stunde Fußweg, am Mittag sogar in der prallen Sonne - kommen wir mit der Arbeit gut voran.

Ende der Woche sind wir mit einem Bus nach Yanasara zu heißen Quellen gefahren. Auf der Fahrt dorthin sind wir mit unserem Minibus in einem kleinen Fluss stecken geblieben. Erst nach zwei Stunden schafften wir es mit vielen Helfern und mit Schieben, Hebeln und Ziehen wieder weiter zu fahren.

Wir freuen uns auf die nächste Woche !

Viele Grüße

Finn, Eva, Jonas, Noah und Jonas

Samstag, 24. April 2010

SPENDENAKTION VON EASY SUNDAYS (BELGIEN) DIE DER EDHU (PERU) ZUGUTE KOMMT

Aus dem Spanischen vom Sa 24.04.2010

Dank der Zusammenarbeit mit EasySundays aus Brüssel mit der Escuela Democrática de Huamachuco (EDHU) gibt es wieder eine Spendenaktion die der EDHU zugute kommen wird.
Daher posten wir hier an alle Interessierten die Einladung zu diesem Event und laden euch ein am 25. April 2010 teilzunehmen.

Tausend Dank dafür dass ihr uns eure wertvolle Zeit schenkt um uns auf unserem Weg weiterzubringen.

Les agradecemos infinitamente por destinar parte de su tiempo en este camino que nos hermana.

Weitere Information findet ihr unter:

http://www.easysundays.info/
http://www.facebook.com/#%21/event.php?eid=105751169466492&ref=ts

Valerio übersetzt von Paco

DIE ERSTEN WOCHEN DER DEUTSCHEN GRUPPE IN DER EDHU

Aus dem Spanischen vom Fr 23.04.2010

Es sind jetzt 3 Wochen in der EDHU in denen wir zusammen mit der deutschen Gruppe hart arbeiten und uns vergnügen.
Hier sind wir dabei mit vielen Ideen die Schulräume weiter zu gestalten um den Platz noch besser auszunutzen.
Eva in einer Versammlung mit den Eltern als sie aus ihren Erfahrungen an der Freien Demokratischen Schule Kapriole aus Freiburg erzählt.
Auf der Baustelle Noah und Finn mit den Kindern der EDHU.
Auf der Baustelle der Schule (Dank der Vereinten Kräfte vieler netter Leute werden wir schon bald in unserem eingenen Haus sein)
Evas erste Schritte in der EDHU.Requelmer nimmt einen Rucksack voller Kleider mit nach Hause und Eva freut sich über etwas das nur sie weiß.Beim Mathematik machen.Valerio übersetzt von Paco

Montag, 19. April 2010

INTERNATIONAL DEMOCRATIC EDUCATION CONFERENCE

Vom 06. bis zum 10. April fand in Israel die IDEC statt. Eine große Gruppe der Kapriole war in Tel Aviv dabei. Väter und Mütter, Schülerinnen, LehrerInnen, ehemalige SchülerInnen ,also das gesamte Spektrum aus verschiedensten Altersgruppen.

Ich hatte mir zum Auftrag gemacht, die Escuela Democrática de Huamachuco dort zu vertreten und neue Kontakte zu knüpfen, vor allem mit anderen Institutionen aus dem lateinamerikanischen Raum.
Auf der Konferenz waren Leute von der Politeia-Schule aus Sao-Paolo, Brasilien da (http://escola.politeia.org.br/) und auch eine Gruppe aus Puerto Rico von 2 verschiedenen Organisationen: http://nuestraescuela.org/ und http://aspirapr.org/
Wir hatten sehr interessante Gespräche und haben bald gemerkt, dass alle große Lust auf Austausch und Kommunikation in Lateinamerika haben. Je mehr man hinschaut, desto mehr Projekte tun sich plötzlich auf und so haben wir beschlossen, dass es an der Zeit ist sich enger zu vernetzen. So kann man z.B. Lernmaterialien auf Spanisch austauschen oder gegenseitig aus den Fehlern und Erfahrungen anderer lernen, die unter ähnlichen staatlichen Bedingungen Schulen gründen etc.

Auch habe ich am Samstag noch eine ausführliche Präsetation über die "Geschichte der EDHU" gehalten. Es waren viele Leute da und im Anschluss gab es sehr viel positive Rückmeldungen zum Projekt. Es war sehr schön zu sehen, dass es diese internationale Gemeinschaft gibt und man viele Anregungen und Kontakte daraus ziehen kann, wenn man sich selbst zeigt und teilt, was man in der eingenen Arbeit erfährt. Nach dem Vortrag kam ein ganzer Schwall von Leuten auf mich zu, die ihre Eindrücke, Kontakte, Hilfe, Erfahrung,... teilen und anbieten wollten. Das war sehr schön und ich hoffe ich kann dieses Gefühl bald auch dem Team in Peru - dem es ja am meisten gebührt - überbringen.
Leider war es aus Kostengründen nicht möglich für jemanden aus dem peruanischen Team nach Israel zu kommen. Doch vielleicht findet die IDEC übernächstes Jahr schon in Südamerika statt…
Paco